Samstag, 2. März 2013

Prosumenten als Gestalter neuer Energielandschaften in der Energie-Community



- Gedanken zur VKU-Konferenz „Energiemarkt der Zukunft“ in Berlin -

Die VKU-Veranstaltung stellte heute am 1. März 2013 mit der Studie zum zukünftigen Marktdesign Verfahren für einen Übergang von der heutigen Einspeisevergütung für Erneuerbare Energieanlagen hin zur Marktintegration unter weiterem Vorrang dieser Anlagen im Energiemengen-Großhandelsmarkt sowie einen neu definierten Leistungsmarkt vor. Mit diesem Leistungsmarkt sollen Möglichkeiten zur Erschließung von Flexibilitäten aus Erzeugungs- und Verbrauchssteuerung, aus Speichern, im Import/Export zwischen Netzebenen und Netzbereichen sowie im Spartenverbund eröffnet werden. Dabei gilt es mit der Feinjustierung der Vorschläge weiterhin vielfältigen Akteuren die Beteiligung an Investitionen in die Energiewende zu ermöglichen.
Es gilt also nicht im Sinne der Anbetung der Götze Effizienz eine zentral geplante Lösung mit Wertschöpfung bei wenigen Akteuren umzusetzen, sondern den maximalen gesamtgesellschaftlichen Nutzen durch eine breite Wertschöpfung vom europäischen Energiesystem mit Großprojekten bis hin in die Kommunen, bei den Stadtwerken sowie den Bürgern und Unternehmen zu erschließen. Verbundenheit in Subsidarität und globalem Denken ist das Szenario. Handel lokal und denke global.
Die Energiewende ist beschlossen, aber der Weg zu den Zielen ist noch nicht definiert. Die Energiewende benötigt Akzeptanz. Akzeptanz wiederum entsteht nur durch Transparenz und Wissen um Chancen zur Beteiligung an der energiewirtschaftlichen Wertschöpfung. Energiewirtschaftliche Wertschöpfung in den Kommunen stärkt die Finanzkraft der Städte und Gemeinden sowie Regionen und ist ein Beitrag zur Entschuldung. Deshalb sollten die Stadtwerke Aktivitäten wie Bürgerbeteiligungen, Genossenschaften usw. nicht als Dorn im Auge betrachten, sondern als Chance begreifen, mit neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen diesen Prozess zu stärken.
Stadtwerke werden damit zu aktiven Treibern der Energiewende und gewinnen neue Stärke.
Bürger, Unternehmen und Kommunen entwickeln sich wiederum als vernetzte Prosumenten zu Gestaltern von neuen Energielandschaften und bilden die Energie-Community.

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